Yasmine Hamdan

Yasmine Hamdan

In Jim Jarmuschs’ genialem Film Only lovers left alive habe ich zum ersten Mal von der libanesischen Sängerin Yasmine Hamdan gehört und bin ihr sofort verfallen.

Über den Film habe ich übrigens Hier geschrieben.

In einer kleinen Rolle singt und spielt Yasmine Hamdan sich selber. In einer Bar im nächtlichen Tanger hat sie einen anbetungswürdigen Auftritt mit einem kompletten Song aus ihrem Album „Ya Nass“, worauf die männliche Hauptfigur seiner Partnerin (Tilda Swinton) zuflüstert:

„Das ist Yasmine, sie wird bald berühmt sein.“

Et voilà.

Yasmine Hamdan wurde in Beirut geboren und flüchtete mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg im Libanon. Sie lebten in Abu Dhabi, Griechenland und Kuwait, bevor sie Jahre später in das zerstörte Beirut zurückkehrten.

„Ich gehöre zu dieser zerrütteten Nachkriegsgeneration, die den Bezug zu ihrer Herkunft verloren hat“, sagt Yasmine Hamdan.

„Ich verstand damals überhaupt nicht, was los war, überall Verwüstung und Korruption, aber auch Charme und Schönheit, Party und Drogen.“

Yasmine begab sich auf die Suche nach ihren Wurzeln, wollte sich nicht länger deplaziert im Libanon fühlen und entdeckte die Musik für sich.

Mit der Elektroband Soapkills wurde sie zu einer Art Underground-Ikone, und ist jetzt als Solo-Künstlerin unterwegs.

Yasmine Hamdan – Hal

Am 20. Mai spielt sie im Berliner Lido und ich kann den Abend gar nicht erwarten.

♥ Doris