Nick Cave – sein neues Album Skeleton Tree // plus Kinofilm

Ach, Nick.

Wie schwer es mir fällt, angemessene Worte zu finden. Worte, die auch nur ansatzweise beschreiben können, was mir seine Musik, seine Energie und die unzähligen Konzerte (von denen jedes einzelne ein grandioses Ereignis war), die ich im Laufe der Zeit besucht habe, bedeuten.

Seine so unterschiedlichen künstlerischen Phasen, ich liebe sie alle: Die wundersam- schön-melancholischen Balladen, die dunkle Poesie der „Murder-Ballads“. Seine häufig schwere und düstere Sprache (Gewalt. Biblische Vergeltung. Und immer wieder Gott). Seinen erzählerischen Gesangs-Stil. Seine wahnsinnige Stimme. Die Melancholie und das gleichzeitig Kraftvolle, das Nick Cave ausstrahlt. Seine Anmut. Und die üppigen Arrangements, das Monumentale in seinenn Songs. Ich mag auch den Bezug und die immer wiederkehrenden Verweise auf die Literatur. Auf Hemingway. Bukowski. Milton. Die Bibel.

Im Juli 2015 verunglückte sein 15-jähriger Sohn Arthur tödlich. Er stürzte nach einem Drogen-Experiment von einem Felsen im heimatlichen Brighton. Die Zwillingsbrüder Arthur und Earl sind die Söhne aus Nick Caves Ehe mit Susie Bick.

Wer aufrund des unfassbar tragischen Ereignisses eine lange kreative Pause von Nick Cave erwartet hatte, irrte.

Am 9. September 2016 erscheint sein neues Album „Skeleton Tree“.

Mit ein bisschen Suchen kann man im Netz jetzt schon den Song „Jesus alone“ hören. Wem beim Refrain „with my voice I’m calling you“  nicht das Herz schwer wird, dem ist nicht zu helfen.

Und ein Tag vor Erscheinen des Albums, also am Donnerstag 8. September 2016 wird der Film dazu weltweit in ausgewählten Kinos gezeigt.

Skeleton_Tree_Nick_Cave_Trailer

„One More Time With Feeling“ ist ein ganz besonderes und wortwörtlich einmaliges Kino-Event! Der spektakuläre Film unter der Regie von Andrew Dominik präsentiert ein Debüt der Superlative: Es gibt hier erstmals einen exklusiven Vorgeschmack auf die Songs von Skeleton Tree, dem 16. Studio-Album von Nick Cave & the Bad Seeds.

„One More Time With Feeling“ war ursprünglich als schlichtes Performance Konzept gedacht. Doch je tiefer Andrew Dominik in die tragische Entstehungsgeschichte, die Themen und Aufnahmen für das neue Album eintauchte, desto größer wurde die Tragweite des Projekts.

Neben den Filmauftritten der Bad Seeds zu den neuen Album-Tracks, darf man sich auf Interviews und weiteres Filmmaterial von Andrew Dominik, sowie auf die Schilderungen und tiefsinnigen Improvisationen von Nick Cave freuen.

Ein einzigartiges und ehrliches Porträt über einen Ausnahme-Künstler, der seinen Weg aus der Dunkelheit sucht.

Sehen wir uns am Donnerstag im International?

♥ Doris