Mein Berlin: Boum

Boum
An Alle, es folgt eine Liebeserklärung.

Seit dem Sommer habe ich nämlich einen neuen Lieblingsladen in Kreuzberg, auf den mich meine Freundin Nath mit ihrem exquisiten Spürhund-Trüffel-Näschen gebracht hat. Denn wie wir ja alle wissen, ist es immens wichtig, sich sooft wie möglich kleine Wohlfühl- Inseln zu schaffen im täglichen Gewusel und Geracker.

Und genau so ein Ort ist das Boum

Gebt es zu, beim Namen musstet ihr auch sofort an diesen hinreißenden Film aus den 80ern denken mit Sophie Marceau und ganz viel Stehblues und Paris Feeling. La Boum-die Fete.

Ich hab mir damals übrigens sofort eine Frisur wie Vic schneiden lassen, haha, und beschlossen, bei der allerersten Möglichkeit, die sich so ergibt nach Paris zu ziehen. (Die Möglichkeit ergab sich, als ich 21 war, aber das nur am Rande).

Jedenfalls weckte allein der Name „Boum“ allerfeinste Assoziationen in mir, und ihr werdet mich sofort verstehen, wenn ihr erstmal die super sympathische Inhaberin Marlene kennengelernt habt.

Boum_Marlene
Marlene hat es einfach. Dieses faszinierende „je ne sais quoi“, das man auf keiner Hotelfachschule der Welt lernen kann und das kein noch so ausgeklügelter Business Plan berücksichtigt oder ersetzen kann. Etwas, das überlebenswichtig in diesem Geschäft ist. Herzblut nämlich. Liebe zum Detail. Ein feines Händchen und ganz viel Charme.

Marlene macht aus ihrem Laden wirklich etwas ganz Besonderes, einen Ort, wo man sich sauwohl fühlt, wo es immer köstlich duftet nach Törtchen oder ihren bombastischen Scones, nach denen man sofort süchtig wird.

Die weltbesten Scones

Ohne eine große Tüte davon brauche ich nach einem Besuch im Boum zu Hause gar nicht erst aufzukreuzen, meine ganze Familie ist denen genauso verfallen wie ich. Außerdem gibt’s dort richtig leckere und üppig belegte Stullen sowie täglich mindestens zwei von Marlenes‘ selbstgekochten Suppen. Das raketengute Linsengericht (Dal) neulich ist mit all seinen Aromen regelrecht im Mund explodiert. Und ich musste mich sehr zügeln und mich meiner guten Manieren besinnen, um meine Schüssel am Schluss nicht mit den Fingern auszulecken.

Ihr könnt euch euer Frühstück oder Mittagessen natürlich auch mitnehmen.

Wie viel schöner ist es doch aber, es direkt vor Ort an diesem riesigen Holztisch zu verputzen und mit den vielen interessanten Leuten dort ein gemütliches Pläuschchen zu halten.

Wäre ich eine Autorin, die in der Öffentlichkeit schreiben kann, würde ich mein Office auf jeden Fall ins Boum auslagern. (Ich brauche zum Schreiben aber meine eigenen vier Wände und Ruhe).

Jedenfalls schlürfe ich nach meinem Mittagessen dort am allerliebsten einen duftenden Blumentee, den hab ich noch nirgendwo sonst gesehen. Aber, haltet euch fest, man kann ihn dort direkt kaufen, wie schön!

Und das bringt mich doch ganz elegant (Queen der Überleitung) zum zweiten Standbein vom Boum.

Der Conceptstore

Wenn man nach all dem Plaudern, Schlemmen, Arbeiten, Pläne schmieden und Chillen dann irgendwann gehen muss, kann man seinen Lieben und sich wenigstens bezaubernde Sachen mitbringen. Boum Store

Handverlesen, von Marlene liebevoll auserwählt und garantiert etwas Besonderes!

Glaubt es oder nicht, aber ich bin stolz wie Bolle, dass sie mein Hörbuch Berlin skurril in ihr Repertoire aufgenommen hat!

Boum Berlin Skurril

Demnächst wird es übrigens auch einen online Shop geben.
Die Homepage wird gerade überarbeitet. Alle Infos zum Boum findet ihr solange HIER.

Boum Colage

Bis zum nächsten Mal im Boum. Bald, ganz bald.

♥ Doris

Fotocredit: Nath Fedorova, Doris Lautenbach