H.P. Lovecraft und Kürbiszimtschnecken

Ursprünglich beruht Halloween ja auf dem Samhein-Fest (spricht sich wohl: Sa-win), das war einer der heiligsten Tage überhaupt im keltischen Kalender.

In der Nacht auf den 1. November berühren sich laut Überlieferung die reale und die Anderswelt, der Ort der Geister und Verstorbenen.

Nur zu Samhein kam es zum Austausch der beiden Welten.

Eine höchst interessante und spooky Vorstellung, finde ich.

Wie ihr euch denken könnt, schnitze ich hier keine schaurigen Gesichter in Gemüse.

Stattdessen ist der 31. Oktober der perfekte Zeitpunkt, um den Gruselfokus zum keltischen Ursprung zu verschieben und mal wieder die Kurzgeschichten vom Meister persönlich zu lesen.

H.P. Lovecraft nämlich.

Der weltweit wohl einflussreichste Autor der phantastischen und anspruchsvollen Horror-Literatur.

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Was da aus den Schächten der Phantasie, aus den schwarzen Abgründen des Grauens auftaucht, wird mit exaktem Realismus festgehalten, wie in der surrealistischen Malerei, die ihre Visionen mit naturalistischer Genauigkeit einfängt.

Ich liebe die Kombination aus purem Schrecken und meinen köstlichen Zimtschnecken mit Kürbis.

Die gibt’s auch nicht für klingelnde Kinder.
Spielverderberin. Mögen meinetwegen manche sagen.

Sollen doch andere die kleinen Freddy Kruegers, die einem nur wortlos die Säcke zum Auffüllen hinhalten, mit Schrott mästen.

Eine Wohnung im Berliner Süden bleibt mit Sicherheit im Dunkeln.

Gut möglich, dass wir im Finsteren bei Kerzenschein, Gruselgeschichten lesend und Zimtschnecken speisend, kichernd den wütenden Protestrufen der enttäuschten Freddies und Hexen lauschen. Hehe.

Diese Schnecken jedenfalls sind sogar vegan.
Und außerdem köstlich und karamellig und perfekt zimtig. Ich mache einen Tick mehr Meersalz in den Teig, ich liebe den Kontrast zwischen salzig und süß. Das Kürbispüree sorgt zusätzlich für einen schönen Orange-Ton des Teigs.

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Das Rezept stammt ursprünglich von dem schönen Blog Gourmandise végétariennes. Ich habe es noch ein bisschen abgewandelt.

Voilà:

Vegane Kürbiszimtschnecken

Teig:
450 g Vollkornmehl
1 EL Kokosblütenzucker
1 Pck. Trockenbackhefe
1 Msp. Muskat
80g vegane geschmolzene Butter

200 ml Mandelmilch

Kürbispüree:
160 g Hokkaidokürbis mit Schale (ohne Kerne und Fasern) im Ofen backen, bis er weich ist.
Pürieren. Ich mische noch ein bisschen Herbaria Gewürzmischung „Dunkler Diwan“ darunter.

Füllung:
60g geschmolzene vegane Butter
70g Kokosblütenzucker
3TL Zimt

Guss:
Puderzucker, gesiebt mit Mandelmilch glattrühren

Für den Hefeteig verrührt ihr alle trockenen Zutaten. Dann mischt ihr die geschmolzene Butter, das Kürbispüree und die Mandelmilch darunter und lasst den Teig eine Stunde an einem kuschelig warmen Ort gehen.

Dann wird der Teig auf Backpapier rechteckig ausgerollt und mit der geschmolzenen Butter und der Kokosblütenzucker-Zimt-Mischung bestreut. Aufrollen. In Scheiben schneiden.
Die Schnecken noch mal 30 Minuten gehen lassen und dann bei 175 °C backen.
Mit Zuckerguss bestreichen.

Der brillante H.P. Lovecvraft ist übrigens eine Empfehlung meiner Freundin Nath gewesen. Exquisit! Wie sie selber und all ihre Empfehlungen.

Guckt mal hier auf Naths’ Blog Beautycalypse.
Ihre göttlichen veganen Double-Spice Crunch Bites (from Hell)

♥ Doris