Deutsch-Israelische Literaturtage. Und was zu essen dazu.

bild_140218_DIL2014.indd

Die Deutsch-Israelischen Literaturtage gibt es jetzt schon seit fast neun Jahren. Das Goethe-Institut und die Heinrich-Böll-Stiftung laden dazu Autorinnen und Autoren jedes Mal abwechselnd nach Tel Aviv und Berlin ein. Zu Lesungen, Diskussionen und Filmen.

Ich habe jetzt Karten für die Eröffnungsveranstaltung am kommenden Samstag (5.April) und freue mich wirklich schon sehr drauf.

Ganz besonders gespannt bin ich ja auf Eva Menasse. Ihren Roman Quasikristalle letztes Frühjahr mochte ich jedenfalls so gerne, dass ich ihn x-fach verschenkt und unzähligen Leuten ganz dringend ans Herz gelegt habe.

Am Samstag im Deutschen Theater wird Eva Menasse, die übrigens als Reporterin für die FAZ den Prozess um den Holocaust Leugner David Irving begleitete, aus einem ihrer früheren Bücher lesen.

Nämlich aus Lässliche Todsünden.

Sieben sind’s ja an der Zahl. Angeblich. Fallen euch alle ein? Ich kam zuerst nur auf vier.

Trägheit. Zorn. Gefräßigkeit. Wollust. Habgier. Hochmut. Neid.

Und ihr so? Lieblingssünde?
So richtig unsympathisch sind mir ja eigentlich nur die letzten drei.

Hier jedenfalls das Programm der Deutsch-Israelischen Literaturtage.

Und weil’s so schön zum Thema passt und weil ich nämlich auch schon wieder riesengroße Sehnsucht habe. Weil ich endlich mal wieder nach Israel reisen möchte, am liebsten ja im Herbst nach Tel Aviv, geht’s jetzt noch ein bisschen weiter im Text.

Bitte bleiben Sie dran.
Über meine Faszination für dieses wunderbare, überraschende und hinreißende Land habe ich ja schon öfters geschrieben. Etwa hier. Oder hier auch.

Tel Aviv ist eine so unglaublich reizvolle Stadt. Man kann Städte ja nicht miteinander vergleichen, aber WENN, würde ich sagen, eine aufregende & heiße Mischung aus New York und Berlin. Aber bitte schön mit Palmen und Sandstrand vor der Haustür. Und Sonnenuntergängen wie nach digitaler Bildbearbeitung. Und noch nirgendwo sonst habe ich so viele wirklich wunderschöne Menschen gesehen. #Hach.
Und das Essen. Fusion Food vom Feinsten, so vielfältig wie die Kultur der knapp vier Millionen Einwohner.

Jaffa_

Momentan geht bei mir in der Küche ja gar nichts ohne das Kochbuch „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi. Beinahe kultisch verehrt wird der in Jerusalem geborene Gott des Gemüses, der übrigens selber kein Vegetarier ist.

In London betreibt Ottolenghi drei Delis und ein Restaurant gemeinsam mit seinem palästinensischen Geschäftspartner. Sehr gerne würde ich ja mal beim Meister persönlich speisen. Aber bis dahin es gibt ja glücklicherweise seine Kochbücher.

Hier eines meiner Ich-könnte-schon-wieder Lieblingsrezepte.

Eine Aromabombe. Frisch. Und cremig. Mit einer himmlischen Süße durch die Feigen. Und einer göttlichen Vinaigrette, die durch den Granatapfelsirup ordentlich Wumms bekommt. Ein bisschen habe ich das Rezept nach meinem Geschmack abgewandelt.

Yotam Salat_

Feigen mit Basilikum, Ziegenfrischkäse und Granatapfel-Vinaigrette

1 Schalotte, fein gehackt
1 TL Dijonsenf
2TL Granatapfelsirup
Meersalz, schwarzer Pfeffer
3 EL Olivenöl
60g Salat (Yotam sagt: Rucola. Ich sage: Non! Und nehme lieber Feldsalat)
Basilikum
8 reife Feigen
70g cremiger Ziegenkäse

Vinaigrette anrühren. Mit Salat und Basilikum mischen und auf schöner Platte ausbreiten. Feigen vierteln und mit Ziegenfrischkäse anrichten. Mit Olivenöl beträufeln.

Dazu: knuspriges Fladenbrot und

Hummus à la moi

2 Dosen Kirchererbsen, abgespült und abgetropft
Sesampaste tahin nach Geschmack
Limone, Kreuzkümmel, Knoblauch

Alles pürieren.

Wahrscheinlich lachen sie bei Abu Hassan in Jaffa über meine Variante. Laut und  herzlich. Denn dort gibt’s definitiv den allerbesten, seidig-sesamig schmelzenden  Hummus von Tel Aviv.

♥ Doris