Bernd Heyden \\ Berlin Prenzlauer Berg \\ Ausstellung im Willy-Brandt-Haus

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Geht euch das auch so, dass ihr von dem traumhaften Spätsommerwetter mit diesem unglaublichen Licht gar nicht genug bekommt? Deswegen haue ich jetzt schnell in die Tasten und berichte in aller Kürze, warum mir die Bernd Heyden-Ausstellung im Willy-Brandt-Haus gestern so gut gefallen hat.

Sie läuft übrigens noch bis zum 8. Januar 2017. Bleibt also genug Zeit. Nur verpassen solltet ihr sie nicht.

Bernd Heyden

Bernd Heyden wurde 1940 in Swinemünde geboren. Kurz darauf trennten sich seine Eltern und er lebte fortan mit seiner Mutter in Prenzlauer Berg. Nach der achten Klasse verließ er die Schule und begann eine Ausbildung als Schneider. Später arbeitete er in verschiedenen Berufen, unter anderem als Fahrer und Laborant. Mit 25 Jahren brachte er sich das Fotografieren bei, und begann Mitte der siebziger Jahre, freiberuflich zu arbeiten.

Nach langer Alkoholkrankheit verstarb er mit nur 44 Jahren bei einem Unfall. Leider lange bevor seine Kunst die ihr gebührende Anerkennung finden konnte.

Die Bilder. Der Prenzlauer Berg

Die Bilder von Bernd Heyden legen Zeugnis ab über eine längst vergangene Welt. Sie erzählen, wie der Prenzlauer Berg einmal gewesen ist. Das war lange bevor sich dieser Stadtteil zum angesagten, wohlhabenden und durchaus umstrittenen Szenebezirk gewandelt hat.

Man merkt den Bildern an, wie sehr der Fotograf SEINEN Bezirk und die Menschen dort liebte.

Bernd Heyden hatte ein untrügliches Gefühl für die Menschen dort, für die „kleinen Leute“ des Berliner Arbeiterbezirks Prenzlauer Berg.

Heyden war einer von ihnen, er gehörte dazu, er kannte und verstand die Geschichten.

Mit feinem Gespür gelang es ihm, die poetischen und melancholischen, aber auch die lustigen Momente des Alltags festzuhalten. Mit großem Einfühlungsvermögen hat er den Kindern und Alten des damaligen Prenzlauer Bergs, den Gebrechlichen und Gestrandeten dort, ein verdientes Denkmal gesetzt.

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strasse-bernd-heydenwuerstchen-bude-bernd-heyden                            (c) Bernd Heyden

Toll finde ich auch, dass der Eintritt für die Ausstellungen im Willy-Brandt-Haus frei ist! Nur euren Ausweis dürft ihr nicht vergessen, der muss immer vorgezeigt werden.

♥ Doris