Mein erstes Mal auf hoher See /// Neue Lesereihe auf dem Dampfer

Messieurs dames, es folgt eine Liebeserklärung:

Wasser ist mein liebstes Element.

Ich werde nicht müde, dieses zu verkünden, und wiederhole mich da ausnahmsweise sehr gerne und mit voller Absicht.

Wie wir alle wissen, ist Wasser der Ort, an dem Leben beginnt. So geht’s ja schon mal los.

Meine schönsten Kindheitserinnerungen haben mit Schlauchbooten und Luftmatratzen zu tun. Dem süßen Duft vom Schlachtensee. Oder dem salzigen Geruch der Ostsee.

Ich denke an wilde Motorbootfahrten zusammen mit einem Onkel auf der Havel. Und natürlich an die Dampferausflüge, zu denen mich meine Großmama am Wochenende häufig ausgeführt hat. Ich weiß noch genau, wie sehr ich mich auf diese Ausflüge mit ihr gefreut habe. Und dass wir uns an Bord dann immer Würstchen mit Senf und  Apfelkuchen bestellt haben.

Und wisst ihr eigentlich, dass Wasser in der Psychoanalyse die menschliche Seele symbolisiert? Macht Sinn, oder?

Mir jedenfalls leuchtet das sofort ein, denn:

Wasser und Gefühl. Das gehört doch untrennbar zusammen.

Wasser wirkt nun mal auf den unterschiedlichsten Ebenen reinigend. Nichts verkörpert für mich außerdem so perfekt die Verlockung von

Weite, Freiheit und Leichtigkeit.

Außerdem sehen viele (kluge!) Menschen einen Zusammenhang zwischen dem Wasser und der Liebe. Finger hoch, wer bei Wellenrauschen und Möwengeschrei automatisch Sinnlichkeit, Wildheit und Hingabefähigkeit assoziiert.

So. Und mit dieser kleinen Einleitung will ich euch sagen, wie sehr ich mich auf meine nächste Lesung freue.

Denn diese findet  auf einem Schiff auf der Spree statt. Und damit geht ein langgehegter Traum von mir in Erfüllung.

 

Mit den wunderbaren Kolleginnen Stephanie Mattner, Heike Puls und Rebecca Timm lese ich.

Ort: Berlin Spandau, Anleger Lindenufer

Zeit: Freitag 3. März 19:30 Uhr

Thema: Kunst-Wellen.

Der Eintritt kostet 5 Euro und schließt ein feines Getränk eurer Wahl ein.

Ich freue mich auf euch.

♥ Doris

Lillian Bassmann // Galerie Camera Work

„Was sie macht, hat geradezu eine magische Kraft.“

Lillian Bassmann kam 1917 als Tochter jüdisch-russischer Einwanderer in New York zur Welt.

Schon mit fünfzehn Jahren zog sie zu ihrem späteren Mann Paul Himmel. Die beiden Fotografen waren das perfekte Bohemian-Paar und blieben bis zu seinem Tod 2009 zusammen. Drei Jahre später starb Lillian.

Wie wunderbar, dass die Galerie Camera Work Lillian Bassmann jetzt eine so tolle Ausstellung widmet!

 

An den Fotografien von Lillian Bassmann, die beispielsweise für Vogue, Harper’s Bazaar und die New York Times arbeitete, liebe ich besonders ihren einzigartigen und unverwechselbaren Stil und kann mich an den elegant-atmosphärischen Inszenierungen gar nicht sattsehen.

 

„Bis in die vierziger Jahre waren Frauen nur Schmuckstücke des Mannes. Dagegen habe ich mich immer leidenschaftlich aufgelehnt.“

CAMERA WORK

Kantstraße 149
10623 Berlin–Charlottenburg

Dienstag bis Samstag
11 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Bis zum 18. März habt ihr noch Zeit, euch diese wunderbare Ausstellung anzusehen.

♥ Doris